Beachvolleyball
Es haben sich im Laufe der Zeit schon viele Trendsportarten entwickelt, die dann schnell wieder in der Versenkung verschwunden sind. Nur einige wenige konnten sich auf Dauer durchsetzen. Dazu zählt in jedem Falle Beachvolleyball. Was in den 20er Jahren in den USA an den Stränden von Santa Monica und anderen Teilen Kaliforniens begann, wurde im Laufe der Jahre mehr als nur ein Freizeitsport. Die Regeln für dieses schnelle, abwechslungsreiche und körperlich anstrengende Spiel sind eigentlich denkbar einfach. Zwei Mannschaften stehen sich in einem Feld von 8 x 16 m gegenüber. Das Feld wird in der Mitte durch ein Netz getrennt, das bei Männern in einer Höhe von 2,43 m angebracht ist und bei Frauen in einer Höhe von 2,24 m. Diese Feldgröße ist der erste Unterschied zum normalen Hallenvolleyball.
Der nächste, wesentliche Unterschied besteht in der Anzahl der Mitglieder einer Mannschaft. Beim Beachvolleyball besteht jedes Team nur aus zwei Spielern. Das Spiel beginnt mit dem Aufschlag. Die annehmende Mannschaft muss den Ball spätestens mit der dritten Ballberührung wieder in das gegnerische Feld gespielt haben. Die beiden Spieler eines Teams müssen immer abwechselnd den Ball berühren und ein Block gilt anders als beim Hallenvolleyball schon als erste Ballberührung. Gespielt wird in der Regel in zwei Gewinnsätzen, wobei die beiden ersten Sätze bis zum 21. Punkt gespielt werden. Der entscheidende dritte Satz wird nur bis 15 gespielt wobei in jedem Satz zum Gewinn 2 Punkte Vorsprung nötig sind. Obwohl schon 1940 die ersten Turniere in Santa Monica gespielt wurden, ging der erste Versuch eine Profiliga zu gründen schief. Das war im Jahre 1960. Erst 1980 wurde Beachvolleyball als eine professionelle Sportart anerkannt. Die erfolgreichsten Sportler in diesem Bereich kommen aus den USA und aus Brasilien. Diese beiden Nationen haben in schöner Regelmäßigkeit die meisten Profiturniere und auch die Weltmeisterschaften für sich entschieden. Nur selten gelingt es einem anderen Land in die Phalanx dieser beiden Staaten einzudringen.
In diesem Jahr jedoch gelang bei den Herren mit dem deutschen Duo Brink/Reckermann eine Überraschung, als sie den Weltmeistertitel im Beachvolleyball errangen. Fakt ist, dass sich Beachvolleyball auch hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreut. Selbst wenn der Sommer zu Ende geht, gibt es viele Veranstalter die ein Beachvolleyball-Turnier als Indoor-Event, also in der Halle, anbieten. Diese Idee lockt selbst im kalten Winter immer wieder Freunde dieses Sports in die Hallen und ein Ende des Zulaufes an Beliebtheit ist noch lange nicht in Sicht.