Die Siegestrophäe zum Hochhalten

Gerade ist die Fußball Weltmeisterschaft vorbei und der begehrteste Pokal in der Fußballwelt ist an unsere spanischen Nachbarn gegangen. Aus der Traum, den der Torwart Neuer noch in den Werbespots von Ferrero träumte: Einmal den begehrten Pott hochzuhalten und den Jubel der Massen zu hören. Ähnlich wie Neuer im Werbespot ist auch die deutsche Nationalmannschaft nun wieder zur harten Realität erweckt worden, aber der Traum vom nächsten Pokal geht weiter, denn die Trophäen dieser Art sind bei keiner Sportveranstaltung mehr wegzudenken. 

Geschichtliches zum Pokal

Ursprünglich war ein Pokal ein reines Trinkgefäß für Wasser oder Wein. Erst im Laufe der Zeit entwickelte er sich zum Prunkgefäß und damit zum Prestigeobjekt für seinen Besitzer. Daher stammt vermutlich auch die Idee, den Pokal als Siegespreis in einem Wettbewerb aufzustellen. Dekorativ im Wandregal aufstellbar, konnte er dann sowohl seinem Ursprung gemäß genutzt werden oder einfach nur als Erinnerung an den Triumph in Ehren gehalten werden. Letzteres entspricht wohl am ehesten der heutigen Nutzung und dem Status eines Pokals.

Der Kelch für jeden Anlass

Inzwischen ist jede prestigereiche Sportveranstaltung, sei es ein Turnier oder ein Einzelwettkampf, mit Pokalen ausgestattet. In Sportvereinen zieren die ein oder anderen Gold- oder Glaspokale die Vitrinen und kleine Täfelchen an ihren Füßen mit filigraner Gravur künden von Anlass und der Platzierung der Mannschaft oder des einzelnen Sportlers. Ob als Schwimm- oder Golfpokal, jeder Wettkampf ehrt seine Sieger mit dem Gefäß, aus dem bestenfalls ein einziges Mal etwas getrunken wird – der Champagner zur Siegesfeier.

Breite Fan-Gemeinde

Vertreten ist der Pokal als Auszeichnung in jeder Sportart. Dementsprechend gibt es ihn auch in den unterschiedlichsten Formen, Erscheinungsbildern und mit Motiven der jeweiligen Sportart. So gibt es stilisierte Schwimmer für Schwimmwettkämpfe, beim Reitturnier ziert gerne mal ein Pferdekopf oder Hufeisen aus Bronze den Pokal und beim Golfen steht ein glänzender Golfspieler auf dem gravierten Sockel. Auch wenn die Trophäe dann von der Form her streng genommen gar kein Pokal mehr ist, werden die Siegestrophäen noch als solche bezeichnet. Doch längst sind es nicht mehr nur sportliche Sieger, die einen Pokal erhalten. Auch Pflanzenzüchter, Pudelaussteller oder Aquaristen können für ihre Verdienste einen Pokal erhalten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es um die Form und Farben der Kelche geht. Für Kinder gibt es sie im lustigen Comicdesign, für Tierschauen in Form des jeweiligen Vierbeiners und bei Pflanzenwettbewerben ist wohl auch schon das ein oder andere goldene, silberne oder bronzene Blatt vergeben worden. Bei den Prunkgefäßen gilt natürlich: Je größer desto ehrenvoller. Edle Materialien und ein gutes Gewicht verleihen dem, der es hoch hält, erst das richtige Siegesgefühl.

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