Fechten

Historie

Der Fechtsport findet seine Ursprünge bereits in der Antike und im alten Afrika. Durch seine frühe Entstehung zählt es neben Boxen und Ringen zu den ersten zwischenmenschlich ausgetragenen Wettkampfarten des Kampfsports. Mit der Zeit wurde das mittelalterliche, massive Schwert wurde in der Renaissance nicht mehr von stark gerüsteten Rittern verwendet und daher in seiner Beschaffenheit leichter und damit handlicher. Auf diese Weise entwickelten sich Florett, Degen und Säbel.

Besonders durch die Praktizierung von Duellen zur Verteidigung der eigenen Ehre und des eigenen Ansehens, welche gegen Ende des 16. und bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer Modeerscheinung in Frankreich wurden, gewann das Fechten als stilvolles und effektives Kampfmittel enorm an Bedeutung. Darauf ist auch die bis heute angewendete Wettkampfsprache – das Französische – zurückzuführen. Populäre Fechtmeister der Geschichte sind unter anderen Johannes Lichtenauer und Hans Thalhofer.

Fechtwaffen

Im modernen Fechtsport finden drei unterschiedliche Waffen Verwendung: das Florett, der Degen sowie der leichte Säbel. Während Florett und Degen als reine „Stoßwaffen“ zum Einsatz kommen, handelt es sich beim Säbel um eine „Hieb- bzw. Stichwaffe“. Der Begriff Florett kommt aus dem Französischen (fleur-Blume) und bezeichnet eine dünne, rechteckig geformte Klinge mit einem auf dem Spitzende der Waffe aufgebrachten Spitzenschutz und einem Handschutz – der sogenannten Glocke – mit einem durchschnittlichen Durchmesser von zwischen 9,5 und 12 Zentimetern. Als Treffer des Florettkampfes werden der gesamte Oberkörper inklusive des Schrittes angesehen. Der Degen, die ursprünglich angewendete Duellwaffe, besitzt im Unterschied zu dem etwa 500 g leichteren Florett eine Glocke von etwa 13,5 Zentimetern Durchmesser. Die Trefferfläche im Degenfechten umfasst die gesamte Körperoberfläche des Gegners. Der Säbel hingegen besteht aus einer flachen und biegsamen Klinge. Als Treffer werden Kontakte des gegnerischen Oberkörpers bis zur Taille gewertet. Im Gegensatz zu beiden oben genannten Fechtwaffen ergeben beim Säbelkampf nicht nur Stiche sondern auch Hiebe die abschließende Punktewertung.

Zum Ablauf des Wettkampfes

Ein Fechtwettkampf wird auf einer sogenannten Planche – der 14 m langen und 1,50 m breiten Fechtbahn – ausgetragen. Diese ist mit einer Mittellinie, zwei Startlinien und zwei Grenzlinien versehen. Die Kämpfer müssen spezielle Schutzkleidung tragen, welche außerdem mit Elektro-Sensoren ausgestattet ist, um eine elektrische Trefferanzeige mit den erzielten Punkten speisen zu können. Die Fechter bedienen sich im Kampf spezifischer Bein- oder Klingenaktionen. Ein einzelnes Gefecht besteht aus drei Minuten Kampfzeit, in Direktausscheidungen aus maximal drei mal drei Minuten.

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