Fit in der Midlifecrisis

Natürlich weiß es jedes Kind (und das ist auch gut so): man sollte Sport machen, um sich fit zu halten. Doch nicht nur Kinder sollten dies wissen, sondern auch Erwachsene, gerade wenn der Körper, so um die Dreissig herum, beginnt, weniger Energie von sich aus umzusetzen. Dann steht nämlich die böse Überraschung irgendwann mit Sicherheit ins Haus: man ernährt sich wie gehabt, bewegt sich genauso viel oder wenig wie vorher und trotzdem kommen auf einmal die Polster. Doch was soll man dagegen unternehmen?

Nun, es gibt verschiedene Möglichkeiten, die natürlich alle mit dem Mittel zum Zweck namens Sport verknüpft sind. Denn das ist die einzige vernünftige Weise, gegen die unerwünschten Körperveränderungen anzugehen. Man kann in einen Sportverein eintreten, sich in einem Fitness-Zentrum anmelden, joggen gehen, was auch immer. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Doch der will trotzdem gefunden sein. Zur Vereinfachung daher an dieser Stelle ein, zwei Wegweiser.

Den richtigen Sport finden

Man muss natürlich einen Sport finden, der zu einem passt. Viele gehen zum Beispiel nicht joggen, weil sie es als demütigend empfinden würden, in voller Sportmontur aus dem Hause zu gehen. Überhaupt stellen Sportgeräte, beziehungsweise deren Anschaffung, natürlich ein gewisses Hindernis dar: man muss den inneren Schweinehund überwinden, um sich überhaupt die Ausrüstung zu beschaffen. Zusätzlich zur für den Beginn der sportlichen Aktivitäten erforderlichen Schweinehundbezwingung. Doch es hilft ja nichts, man muss sich an den Sport machen oder darf sich nicht über überschüssiges Körperfett beklagen.

Dabei ist es natürlich überhaupt gar keine Schande, ein paar Pfunde mehr auf den Rippen zu haben, wie uns das Fernsehen, die Zeitschriften und weite Teile des Internet weismachen möchten (Reklame und Filme gehören als prominente Gattungen ebenfalls in diese Kategorie). Vielmehr ist es schlimm und widerlich, wie vor allem Frauen (aber auch Männer) durch Schönheitsideale reihenweise zu Essstörungen treiben: das Verhältnis der Menschen zum eigenen Körper und auch den Körpern anderer ist schon lange empfindlich gestört. Es soll an dieser Stelle also nur um ein wenig Unterstützung für diejenigen gehen, die zusammen mit dem Eintritt in die Midlife Crisis auch noch immer dicker werden und damit unzufrieden sind. Genauso gut könnte man am Selbstbewusstsein arbeiten, solange keine körperlich beeinträchtigende Fettleibigkeit vorliegt. Aber da man sagt, Sport sei gesund, sei an dieser Stelle von ihm die Rede.

Zweierlei Gesundheit

Natürlich ist Sport auch nicht uneingeschränkt gesund, vor allem, wenn man ihn ohne Anleitung ausübt. Wer zum Beispiel nach jahrelanger Abstinenz vom Sport wieder in die Vollen geht (das gilt auch fürs Joggen), riskiert schwerste gesundheitliche Gefährdungen wie den Herzinfarkt. Und die geistige Gesundheit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, den man auch ohne Sport stützen kann. Und das lateinische Sprichwort besagt keineswegs, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt, sondern wünscht sich vielmehr den gesunden Geist im gesunden Körper – es war eine Spitze gegen hohlköpfige Bodybuilder im alten Rom. Aber gegen ein paar (richtig ausgeführte!) regelmäßige Sit Ups ist wahrlich nichts einzuwenden.

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