Seifenkistenrennen

Seifenkistenrennen liegen voll im Trend. Kleine Kisten ganz schnell - Unsere Opas bekommen ein Leuchten im Auge, wenn man das Wort Seifenkistenrennen erwähnt. Dabei sind Seifenkistenrennen gar keine neue Erfindung. Die Geburtssunde der Seifenkistenrennen wurde durch einen Seifenfabrikanten anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ausgelöst, der auf jede Holzkiste seiner Seifen einen Bauplan für ein "Kinderauto" druckte. Später lieferte er zusätzlich auch Achsen und Räder, denn zu beginn wurden alte Achsen und Räder von Kinderwägen genutzt. Damit stand den Seifenkistenrennen nichts mehr im Wege. Auch heute sind Seifenkisten selbstgebaute und nicht motorisierte Fahrzeuge, die mit Hilfe einer Schwenkachsenlenkung navigiert werden. Dabei besteht das Lenksystem entweder aus zwei Lenkseilen oder einer Lenkradvorrichtung auf der vorderen Starrachse, die das Einschwenken ermöglichen. Im deutschsprachigen Raum existiert eine nun mehr als hundert Jahre alte Tradition bei den Seifenkistenrennen.

Die ersten Seifenkistenrennen fanden 1904 zum einen in dem schweizer Ort Winnistorf und in den deutschen Orten Oberursel und Gebhardshain statt, bei denen man zum erstenmal die Rennstrecken auf abschüssiges Gelände verlegte und vom Anschieben abkam. Heutzutage werden die Seifenkistenrennen in Vereinen organisiert, die in verschiedenen Ländern einem Dachverband unterstehen. In Deutschland kümmert sich der "Deutsche Seifenkisten Derby e.V." auch um die Austragung einer alljährlichen Seifenkisterennen und deren Meisterschaft. Die Seifenkistenrennen tragen heute einen semiprofessionellen Charakter und aus den früheren Holzkisten wurden mit der Zeit zum Großteil Rennkisten aus Glasfaser. Mittlerweile sind zu den traditionellen Seifenkistenrennen so genannte "Fun-Seifenkistenrennen" gekommen, bei denen nicht mehr nur die Geschwindigkeit zählt, sondern auch der Kreativitätsfaktor bei der Gestaltung der Wägen. Diese Seifenkistenrennen erfreuen sich vor allem in der Schweiz großer Beliebtheit. Im Allgemeinen teilen sich die Seifenkistenrennen in Hinderniss- beziehungsweise Geschicklichkeitsrennen und reinen Geschwindigkeitsrennen auf. Auf den laut Regelwerk 250 bis 500 Meter langen Strecken werden bis zu 50 km/h erreicht. In drei Rennklassen werden die jeweiligen Sieger des Seifenkistenrennens ermittelt, die sich letztendlich damit ihren Platz bei den deutschen Meisterschaften sichern. In den Klassen Junior für Kinder von 8 bis 12 Jahren und einem Gewicht inklusive Kind und der Rennkleidung bis 90 kg, den Senioren für Kinder von 11 bis 18 Jahren und einem Gewicht bis 113 kg und der Elite XL Klasse für Kinder von 13 bis 18 Jahre bei der für Mädchen und Jungen eine Mindestgröße von 1,75m beziehungsweise 1,80m und einem Mindestgewicht von 60kg beziehungsweise 65kg vorausgesetzt werden, wird getrennt gestartet.

Benutzeranmeldung