Skilanglauf
Skilanglauf ist eine traditionelle Sportart. Aber mittlerweile haben sich weitere Formen herausgebildet: Nordische Kombination und Biathlon. Die heut wohl bekanntesten sind die Biathleten, etwa Andreas Birnbacher, Alexander Wolf, Kati Wilhelm, Magdalena Neuner. Beide Sportarten basieren auf der Grundlage des Skilanglaufs. Im Laufe der Zeit haben sich zwei Techniken durchgesetzt: die klassische Diagonalschritttechnik und die Skating- Technik (1:2). Zunächst ein Blick auf die Vortriebsentwicklung. Bei beiden findet eine Unterteilung in Bein- und Armantrieb statt.
Bei der Diagonalschritttechnik wird der Abdruckski vertikal belastet. Dies führt zu einer Verzahnung der Wachszone, also der Abdruckzone, mit dem Schnee. Die Kombination von Impulsübertragung vom Schwungbein auf den Skifahrer und des horizontalen Schubs( Standbeinabdruck) führt zur Beschleunigung des Skifahrers. Zusätzlich führt der wechselseitige Stockeinsatz diagonal zum Beinabdruck zu einem Vortrieb. Ganz anders die Skating- Technik. Bei ihr erfolgt der Abdruck von der Ski- Innenkante des quer zur Laufrichtung angestellten Abdruckskis. Auch hier erfolgt eine Impulsübertragung und zwar durch den Gleitbeineinsatz. Hierdurch erhält der Körperschwerpunkt einen Vorschubimpuls.
Der Armantrieb ist durch einen Doppelstockeinsatz ,auf jeden zweiten Beinabstoß, gekennzeichnet. Man bezeichnet dies auch als Führungsarm- Technik. Beide Techniken besitzen Ihre Vor- und Nachteile. Bei der Ersteren erfolgen Bein- und Armabdruck genau in Laufrichtung. Des Weiteren verläuft die Körperschwerpunktbahn auf einer Ideallinie bezüglich der Lauftrasse. Ein großer Nachteil ist aber, dass durch den Einzelstockeinsatz kaum Kraftbeiträge aus dem Oberkörper zu erwarten sind. Außerdem erfolgt der Beinabstoß vom ruhenden Ski, im Gegensatz zur Skating- Technik. Hier erfolgt die Kraftübertragung von einem "laufenden" Ski. Zusätzlich erhält der Skifahrer, durch den Doppelstockeinsatz, starke Impulszuwächse aus dem Oberkörper. Allerdings verläuft die Körperschwerpunktbahn nicht geradlinig, so dass am Ende 1- 2% mehr Laufweg entstehen. Skilanglauf ist nicht nur eine Frage der Technik- auch die Skihärte, das Material und Wachs spielen eine bedeutende Rolle. Je nach Anspruchsniveau fallen diese unterschiedlich aus. Wachsarten werden in unterschiedliche Ausrüstungsklassen klassifiziert. Ob Freizeit-, Allround-, Sport oder Wettkampfläufer, jeder findet die für ihn optimale Beschichtung. Ski- und Stocklänge besitzen ebenfalls Richtwerte. Die Skilänge bei der klassischen Technik sollte 80-85% der Körpergröße entsprechen, bei dem Skate Schritt 90%.